"Paradontose" ist falsch geschrieben, es heißt korrekt "Parodontose".
Entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium). Unbehandelt führt eine Parodontitis zu Zahnlockerung und schließlich zum Zahnverlust. Sie geht einher mit dem Auftreten bestimmter Bakterien im Zahnbelag. Im Gegensatz zur Gingivitis (Zahnfleischentzündung) sind die Parodontitis-Schäden nicht völlig reparabel. Allerdings kann das Fortschreiten der Krankheit durch professionelle Belagsentfernung, regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und gute häusliche Mundhygiene verlangsamt werden.

Abb.: Parodontitis, entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates
Früher fälschlicherweise für Gingivitis (Zahnfleischentzündung) verwendeter Begriff. Korrekt verwendet, meint Parodontose eine entzündungsfreie Rückbildung des Zahnhalteapparates. Im Gegensatz werden entzündlichen Prozesse durch die Endung –itis gekennzeichnet.
Schmelzoberhäutchen. Unsichtbarer permanenter, dünner Überzug der Zähne, der vorwiegend aus Speichelbestandteilen besteht.
Der pH-Wert in der Mundhöhle wird normalerweise vom pH-Wert des Speichels bestimmt. Dieser bewegt sich um den Neutralpunkt von pH = 7,0 (Normalbereich pH = 6,0 - 7,5). Wird den Bakterien in den Zahnbelägen Zucker zugeführt, so bauen sie diesen unter Energiegewinn zu Säuren ab. Dann sinkt der Wert in der Mundhöhle ab. Liegt er unter pH = 5,5, überwiegt die Demineralisation (Auflösung) des Zahnschmelzes gegenüber der Remineralisation (Einbau von Mineralstoffen). Addieren sich viele solcher Säureangriffe, ohne dass ausreichend Zeit für Reparaturprozesse zur Verfügung steht, so kommt es zu Karies.
Zäher Belag, der sich auf den Zahnoberflächen, vor allem in den Fissuren der Backenzähne, in den Zahnzwischenräumen und entlang dem Zahnfleischrand festsetzt. Plaque besteht zum größten Teil aus Bakterien. In 1 mg nasser Plaque findet man ca. 250 Millionen Bakterien. In einem Milligramm Nassgewicht Plaque befinden sich etwa 100 bis 300 Millionen (100.000.000 bis 300.000.000) Keime. Sie sind so klein, dass man sie nur mikroskopisch erkennen kann.
Viele dieser Bakterien sind für die Produktion von zahnschädigenden Säuren verantwortlich. Der Speichel, der diese Säuren neutralisieren könnte, hat bei dieser "Übermacht" kaum noch eine Wirkung.
Außerdem scheiden einige Bakterien Substanzen aus, welche den Zahnbelag klebrig und zäh haftend machen.
Deshalb kann Plaque nur mechanisch – also unter Verwendung von Zahnbürste und Zahnpasta – entfernt werden. Plaquebedeckte Zähne fühlen sich mit der Zunge "pelzig" an, plaquefreie Zähne sind angenehm glatt.
Englische Abkürzung für parts per million; Konzentrationsangabe für die Verdünnung von eins zu einer Million. Üblich z. B. für die Beschreibung des Fluoridgehalts in Zahnpasten. Während Kinderzahnpasten einen reduzierten Fluoridgehalt von 500 ppm aufweisen sollten, enthalten Zahnpasten für Erwachsene 1000 bis 1500 ppm Fluorid.
Vordere, bleibende Backenzähne mit jeweils zwei Kauhöckern. Die 8 Prämolaren ersetzen die 8 Milchmolaren des Milchgebisses. Sie brechen bis zum 12. Lebensjahr in die Mundhöhle durch.
Verhütung von Krankheiten, vorbeugende Behandlung. Beispiel Fluoridprophylaxe = Vorbeugung von Zahnkaries durch Anwendung von Fluoriden, z.B. durch lokale Anwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten, Mundspül-Lösungen und Karies-Schutzmedizinpräparaten.
Speziell für Prophylaxeaufgaben fortgebildete Mitarbeiterin des Zahnarztes.
Putzkörper sind ein wichtiger Bestandteil von Zahnpasten (Gehalt in der Zahnpasta 15 – 50 %). In der Regel sind Putzkörper wasserunlösliche Stoffe. Putzkörper sollen den Zahnbelag mechanisch entfernen, ohne den Zahnschmelz und, bei freiliegenden Zahnhälsen, das weichere freiliegende Dentin durch Abrasion zu schädigen. Das Abrasionsverhalten hängt von der Härte, der Korngröße und der Oberflächenstruktur des Putzkörpers ab. Zahnpasten für Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen müssen besonders schonende Putzkörper enthalten. So werden z. B. in der elmex SENSITIVE Zahnpasta Polyethylenkügelchen als Putzkörper eingesetzt.
Zahnreinigung ist nur effektiv, wenn sie nach einer gleichbleibenden, auf die jeweilige Person angepassten Systematik erfolgt.
Eine Basismethode für Kleinkinder (ab 2 bis 3 Jahren) stellt die KAI-Systematik dar, bei der zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und schließlich die Innenflächen gereinigt werden.
Eine Basistechnik für Erwachsene ist z. B. die "Bass-Methode", bei der die Bürste schräg (45° Winkel) am Zahnfleischsaum angesetzt und mit kleinen, rüttelnden Bewegungen über die Zähne geführt wird. So werden Zähne und Zahnfleischsaum gut gereinigt. Die Auswahl der angemessenen Zahnputztechnik sowie eine entsprechende Unterweisung sollte individuell in der zahnärztlichen Praxis erfolgen.
Abkürzung für „Radioaktive Dentin-Abrasion“. Der RDA-Wert ist ein Maß dafür, wie abrasiv Zahnpasta auf das Dentin wirkt und hängt von der Härte und Größe der einer Zahnpasta beigefügten Abrasivstoffe (Putzkörper) ab. Je tiefer der Wert, desto schonender reinigt die Zahnpasta. In der elmex SENSITIVE Zahnpasta werden mikrofeine Kunststoffkügelchen eingesetzt, die bei freiliegenden Zahnhälsen das im Vergleich zum Schmelz weichere Dentin schonen. Der Abrasionswert (RDA Wert) dieser Zahnpasta ist mit 30 sehr niedrig, trotzdem verfügt sie über eine gute Reinigungsleistung und ist somit optimal auf den Problembereich freiliegende Zahnhälse abgestimmt.
Reparatur von kleinsten Schmelzschäden durch Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz. Sie wird gefördert durch die Anwendung von fluoridhaltigen Präparaten wie Anwendung von Zahnpasten, Mundspül-Lösungen und höher fluoridhaltiger Karies-Schutzmedizinpräparaten.
Kalorienfreier, nicht kariesauslösender Süßstoff. 500mal süßer als Saccharose (Haushaltszucker).
Haushaltszucker. Aus zwei Untereinheiten (Glukose und Fruktose) bestehender Zucker. Saccharose wird von den Bakterien des Zahnbelags zu Milchsäure abgebaut und löst deshalb auf Dauer Karies aus.
Das Würzen von Lebensmitteln mit fluoridiertem Salz (250 mg Fluorid pro Kilogramm Salz) ist eine Maßnahme von guter kariesprophylaktischer Wirksamkeit. Sie bildet eine gute Ergänzung zur Verwendung von fluoridhaltigen Mund- und Zahnpflegemitteln.
Die Eierschale ist ähnlich aufgebaut wie Zahnschmelz. Deshalb kann die Wirkung der elmex Aminfluoride an einem Ei veranschaulicht werden. Das Ei wird 3 Minuten lang in einen mit elmex gelée gefüllten Eierbecher eingelegt, dadurch wird die Säureresistenz der Eierschale erhöht. Danach spült man das Ei vorsichtig mit Wasser ab und legt es in ein Glas mit Haushaltsessig. Auf der unbehandelten Fläche bilden sich schnell Gasbläschen. Sie zeigen die beginnende Auflösung der Schale.

Abb.: Ein in Haushaltsessig eingelegtes Ei demonstriert den Säureschutz
Erkrankung, die durch langfristige Überdosierung von Fluorid vor dem Zahndurchbruch entsteht. Ihre mildeste Ausprägung sind weißliche Linien oder Flecken auf dem Zahnschmelz. An den bleibenden Zähnen entstehen sie, wenn bis zum Alter von 6-8 Jahren regelmäßig zu hohe Fluoridmengen aufgenommen werden. Da Kleinkinder regelmäßig einen Teil der Zahnpasta verschlucken, sollte bis zu diesem Alter eine Kinder-Zahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt (bis 500 ppm) verwendet werden. Alle Fluoridierungsmaßnahmen (Salz, Tabletten etc.) sollten mit dem Zahnarzt besprochen werden.
Pellikel. Unsichtbarer permanenter, dünner Überzug der Zähne, der vorwiegend aus Speichelbestandteilen besteht.
Im Bereich freiliegender Zahnhälse ist das Dentin nicht von Schmelz oder vom Zahnfleisch bedeckt. Die Eingänge zu den Dentinkanälchen liegen offen und vermitteln Schmerzempfinden bei äußeren Reizen wie heiß, kalt, süß, sauer oder Berührung. Die regelmäßige Anwendung der elmex SENSITIVE Produkte bildet einen Schutzfilm, der diese Kanälchen verschließt und die unangenehmen, schmerzhaften Reize verhüten kann (Desensibilisierung).

Abb.: Bei freiliegenden Zahnhälsen liegen die Eingänge zu den Dentinkanälchen offen. Die Folge: äußere Reize wie heiß, kalt, süß, sauer oder Berührung lösen Schmerzempfinden aus
Schaufel- oder meißelförmige Vorderzähne, die zum Abbeißen dienen. Die 8 Milchschneidezähne werden etwa im Alter von 6 Jahren durch 8 bleibende Schneidezähne ersetzt.
Das Risiko, an einer Zahnfleischentzündung zu erkranken, ist in der Schwangerschaft deutlich erhöht: nahezu alle schwangeren Frauen entwickeln eine Form der Schwangerschafts-Gingivitis. Der Grund dafür ist die Veränderung verschiedener Hormonspiegel im Körper während der Schwangerschaft. Durch die erhöhte Progesteronkonzentration werden die Gefäße des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut erweitert und das Gewebe durchlässiger für die von den Plaque-Bakterien produzierten Giftstoffe. Diese erhöhte Durchlässigkeit des Zahnfleisches ist verantwortlich dafür, dass während der Schwangerschaft bereits geringe Plaquemengen im Bereich des Zahnfleischsaumes zu Entzündungen führen können. Um die Zahnfleischentzündung und ein Fortschreiten des Prozesses zu vermeiden, ist es wichtig auf die Alarmsignale zu achten: Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten und Mundgeruch.
Karies, die sich am Rand einer Füllung bildet. Sie entsteht, wenn sich am Rand einer Füllung feine Spalten befinden, in denen Belagsbakterien gut anhaften können.
Zuckerersatzstoff; etwa halb so süß wie Haushaltszucker. Als „Sionon“ süß schmeckender Zuckerersatz für Diabetiker; löst praktisch keine Karies aus. Kann in größeren Mengen zu Durchfällen führen.
Von den Speicheldrüsen gebildete Mundflüssigkeit. Speichel bewahrt die Schleimhäute vor Austrocknung, spült die Mundhöhle, puffert entstehende Säuren ab und liefert Mineralien zur Remineralisation des Zahnschmelzes. Patienten mit reduziertem Speichelfluss können einen rapiden Karieszuwachs aufweisen, der nur mit besonders intensiver prophylaktischer Betreuung verhindert werden kann. Wenn sich Ihr Mund öfters trocken anfühlt oder Sie regelmäßig Arzneimittel wie orale Antidiabetika, Blutdrucksenker oder Psychopharmaka einnehmen, fragen Sie Ihren Zahnarzt um Rat.
Nachweis und zahlenmäßige Bestimmung von Kariesbakterien im Speichel und Untersuchung der Fließrate und Pufferkapazität des Speichels. Speicheltests können die Bestimmung des individuellen Kariesrisikos ergänzen.
Entzündung der Mundschleimhaut, die sich durch oft kaum erkennbare Rötungen, Schwellungen und evtl. bräunlich abwischbare Beläge auszeichnet. Im Gegensatz zu den chronischen Entzündungen sind akute Mundschleimhautentzündungen äußerst schmerzhaft.
Bakterienart, die maßgeblich an der Kariesentstehung beteiligt ist. Hauptbestandteil der Plaque.
Unterhalb des Zahnfleischsaumes gelegen.
Oberhalb des Zahnfleischsaumes gelegen.
Kalorienfreie, nicht kariesauslösende Zuckerersatzstoffe wie Saccharin, Zyklamat und Aspartam. Sie sind bis zu 300mal süßer als Haushaltszucker.
Glukose. Wird ebenso wie Haushaltszucker (Saccharose) von den Bakterien des Zahnbelags zu Milchsäure abgebaut und löst so auf Dauer Karies aus.
Älteste Form der kollektiven Kariesvorbeugung. In den USA seit den 40er Jahren gebräuchlich. Dort trinken etwa 110 Millionen Menschen regelmäßig fluoridiertes Wasser. Die optimale kariesprophylaktische Konzentration liegt bei einem Milligramm Fluorid pro Liter Trinkwasser. In Deutschland gibt es keine Trinkwasserfluoridierung; in der Schweiz wird das Trinkwasser lediglich im Kanton Basel-Stadt fluoridiert. Eine Alternative stellt die Verwendung von fluoridhaltigem Speisesalz dar.
Im Bereich freiliegender Zahnhälse ist das Dentin nicht von Schmelz oder vom Zahnfleisch bedeckt. Die Eingänge zu den Dentinkanälchen liegen offen und vermitteln Schmerzempfinden bei äußeren Reizen wie heiß, kalt, süß, sauer oder Berührung. Die regelmäßige Anwendung der elmex SENSITIVE Produkte bildet einen Schutzfilm, der diese Kanälchen verschließt und die unangenehmen, schmerzhaften Reize verhüten kann (Desensibilisierung).

Karies, die an der Zahnoberfläche nicht zu sehen ist, sich aber unterhalb der Oberfläche schon relativ weit ausgedehnt hat, vor allem an den Kauflächen der Backenzähne. Diese Art der Karies kann nur mit Hilfe von Röntgenaufnahmen festgestellt werden.