Filamente

Fachbegriff für Borsten einer Zahnbürste. Die Borsten einer Zahnbürste sollten generell aus Kunststoff sein, da Naturborsten leicht brechen und die scharfen Bruchkanten das Zahnfleisch verletzen können. Die Kunststoff-Borsten sollten eine gute Endabrundung aufweisen oder konisch zulaufen, um Verletzungen von Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden. Harte Borsten können Schäden an der Zahnhartsubstanz verursachen. Aus diesem Grund sind weiche bis mittelweiche Borsten empfehlenswert.

Abb.: Borsten sollten generell aus Kunststoff sein und eine Endabrundung (siehe Bild) aufweisen oder aber konisch zulaufen, um Verletzungen von Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden

 

 

Fissurenversiegelung

Aus den Fissuren (enge Spalten vor allem auf den Kauflächen der Backenzähne) lassen sich bakterielle Zahnbeläge oft nur schwer entfernen. Hier entsteht häufig Karies. Bei der Fissurenversiegelung werden diese Spalten mit Kunststoff aufgefüllt. Die Ansiedlung von Zahnbelägen wird so verhindert. Gleichzeitig sind diese Bereiche dann leichter zu putzen. Frisch durchgebrochene Zähne sind besonders kariesempfindlich. Deshalb ist die Fissurenversiegelung vor allem wichtig bei Kindern und Jugendlichen.

Floss 

Sonderform der Zahnseide mit einem bauschigen Abschnitt und versteiftem Ende zum Einfädeln. Gut geeignet z.B. für die Zwischenraumpflege bei Trägern von festsitzenden kieferorthopädischen Geräten bzw. Trägern von Kronen, Brücken oder Implantaten. Zur Verbesserung des Kariesschutzes ist elmex multi-floss mit Aminfluorid getränkt. meridol special-floss enthält Aminfluorid/Zinnfluorid zum Schutz vor Zahnfleischentzündungen.

Fluorapatit

Mineralischer Bestandteil des Zahnschmelzes. Entsteht durch Fluorideinbau in den Hauptbestandteil Hydroxylapatit. Dieser Einbau stabilisiert die Apatitstruktur und hilft so, die Zahnhartsubstanz vor Karies zu schützen.

Fluorid

Wichtigstes Element der Kariesprophylaxe. Fluoride in Mund- und Zahnpflegemitteln erfüllen drei wichtige Funktionen für die Erhaltung der Zahngesundheit:       

  • Sie fördern die Wiedereinlagerung von Schmelzbestandteilen in den Zahn und verhindern dadurch die Entstehung von behandlungsbedürftigen "Löchern". Ein unter der Zahnoberfläche beginnender Schaden kann durch Fluoridanwendung vollständig geheilt werden.     
  • Bakterien im Zahnbelag (Plaque) wandeln Zuckerbestandteile der Nahrung in Säuren um, die den Zahnschmelz auflösen. Fluoride werden in den Zahnschmelz eingelagert und machen ihn so widerstandsfähiger gegen diese Säureangriffe.     
  • Aminfluoride hemmen zudem den Stoffwechsel dieser Plaquebakterien und reduzieren so die Säureproduktion.

Fluoriddepot

Besonders stabile fluoridhaltige Deckschicht auf dem Zahnschmelz. Entsteht vor allem bei der Anwendung von Produkten mit Aminfluorid. Dieses Depot gibt kontinuierlich Fluorid ab, vor allem bei Säureangriffen. Dadurch wird der Schmelz gerade in kritischen Momenten besonders wirksam mit Mineralies versorgt (remineralisiert) und damit vor Karies geschützt.

Fluoridprophylaxe

Verhütung der Zahnkaries durch Anwendung von Fluoriden, vor allem durch lokale Anwendung in Zahnpasten oder Mundspül-Lösungen. Auch Produkte, bei denen das Fluorid in den Körper aufgenommen wird (Salz, Nahrungsmittel oder Mineralwasser) wirken in erster Linie lokal am Zahn.

Fluoridspülung

Gebrauchsfertige, fluoridhaltige Wirkstofflösung für zusätzlichen Kariesschutz, die bei den heutigen Ernährungsgewohnheiten eine wichtige Ergänzung der täglichen Mundhygiene darstellt. Man unterscheidet Fluoridspülungen nach ihren Produktleistungen: Zahnspülungen, wie z.B. elmex Kariesschutz Zahnspülung, dienen vor allem der Kariesvorbeugung. elmex SENSITIVE Zahnspülung ist speziell geeignet für Personen mit freiliegenden Zahnhälsen und schmerzempfindlichen Zähnen. meridol Mundspül-Lösung schützt wirksam vor Zahnfleischentzündung (Gingivitis), Zahnbettentzündung (Parodontitis) und Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis) und sorgt für das ökologische Gleichgewicht in der Mundhöhle.

Fluorose

Erkrankung, die durch langfristige Überdosierung von Fluorid vor dem Zahndurchbruch entsteht. Ihre mildeste Ausprägung sind weißliche Linien oder Flecken auf dem Zahnschmelz. An den bleibenden Zähnen entstehen sie, wenn bis zum Alter von 6-8 Jahren regelmäßig zu hohe Fluoridmengen aufgenommen werden. Da Kleinkinder regelmäßig einen Teil der Zahnpasta verschlucken, sollte bis zu diesem Alter eine Kinder-Zahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt (bis 500 ppm) verwendet werden. Alle Fluoridierungsmaßnahmen (Sals, Tabletten etc.) sollten mit dem Zahnarzt besprochen werden.

Freiliegende Zahnhälse

Normalerweise wird der Zahnhals vom Zahnfleisch geschützt. Wenn das Zahnfleisch zurückgeht liegt das Zahnbein (Dentin) frei. Dentin ist weicher als der harte Zahnschmelz und deshalb anfälliger für Zahnhalskaries und Abrasion. Zudem ist es von vielen, feinen Kanälchen, den so genannten Reizleiterkanälchen, durchzogen. Sie leiten äußere Reite, wie heiß, kalt, süß, sauer oder Berührungen an den Zahnnerv weiter. Die spürbare Folge: schmerzempfindliche Zähne.
Hauptursachen für freiliegende Zahnhälse sind vor allem Zahnfleischverletzungen durch zu harte Zahnbürsten, zu hohen Putzdruck oder falsche Putztechnik, Rückgang des Zahnfleisches und Absplittern des Zahnschmelzes durch Zähneknirschen.

Fructose

Fruchtzucker. Einfachzucker, der für Diabetiker verträglicher ist als andere Zucker. Wird ebenso wie Haushaltszucker (Saccharose) von den Bakterien des Zahnbelags zu Milchsäure abgebaut und kann so auf Dauer Karies auslösen.

Füllung

Wenn die Zahnschmelzdecke über einer entkalkten Stelle einbricht, ist der kariöse Schaden so weit fortgeschritten, dass er nicht mehr durch Fluoridanwendung repariert (remineralisiert) werden kann. Das „Loch“ muss gefüllt werden. Hierfür werden unterschiedlichste Materialien verwendet. Man unterscheidet metallfarbene Materialien (z. B. Gold, Amalgam) und zahnfarbene Materialien (z. B. Komposite, Kompomere, Keramik).

Gel/Gelée

Gelartige, dickflüssige Zahnpflegeprodukte, werde als „Gel“ oder „Gelée“ bezeichnet. Zwischen Gel und Gelée gibt es wichtige Unterschiede: Gele sind Zahnpasten mit einem Fluoridgehalt zwischen 1000 – 1500 ppm und mit Putzkörpern (Abrasivstoffen) und. Gelées sind nur in der Apotheke erhältlich und aufgrund ihres höheren Fluorid-Gehaltes (z.B. elmex gelée 12.500 ppm Fluorid) zur Intensiv-Kariesprophylaxe bestimmt. Sie enthalten keine Putzkörper und sind deshalb nicht abrasiv (schmelzabtragend).

Gingivitis

Zahnfleischentzündung. Wird durch Stoffwechselprodukte von Bakterien (Plaque) ausgelöst, die den Zahnfleischsaum besiedeln. Wichtigstes Anzeichen sind Schwellung und Bluten des Zahnfleischs. Damit die Entzündung ausheilen kann, müssen die bakteriellen Beläge vor allem am Zahnfleischsaum möglichst vollständig beseitigt werden, am besten mit einer weichen und sanften Zahnbürste wie z.B. der meridol Zahnbürste mit ihren mikrofeinen Borstenenden. meridol Zahnpasta fördert die Regeneration von gereiztem Zahnfleisch und hemmt die Plaqueneubildung. meridol Mundspül-Lösung schützt wirksam vor Gingivitis und fördert das ökologische Gleichgewicht in der Mundhöhle.

Abb.: Gingivitis (Zahnfleischentzündung) wird durch Stoffwechselprodukte von Plaquebakterien ausgelöst, die den Zahnfleischsaum besiedeln

 

 

Gingivitisprophylaxe

Vorsorgemaßnahme gegen Zahnfleischentzündung. Wichtigster Aspekt ist die regelmäßige Entfernung bakterieller Zahnbeläge. aronal forte Zahnpasta mit Vitamin A entfernt schonend und gründlich Zahnbelag und schützt vor Zahnfleischbluten und –entzündungen. Ergänzt wird sie durch die abendliche Anwendung der aminfluoridhaltigen elmex Kariesschutz Zahnpasta zur Kariesprophylaxe.

Glucose

Traubenzucker. Wird ebenso wie Haushaltszucker (Saccharose) von den Bakterien des Zahnbelags zu Milchsäure abgebaut und löst so auf Dauer Karies aus.    

Glykolyse

Stoffwechselweg des Abbaus von Traubenzucker (= Glukose). Das Endprodukt Milchsäure greift den Zahnschmelz an und kann so auf Dauer Karies auslösen.

Gruppenprophylaxe

Gesundheitsvorsorge bei Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Schulen. Zahnmedizinische Gruppenprophylaxe umfasst Motivation und Instruktion zur häuslichen Mundhygiene, Ernährungsberatung, Fluoridierung und überwachtes Zähneputzen.

Hidden Caries

Versteckte, unterminierende Karies. Karies, die an der Zahnoberfläche nicht zu sehen ist, sich aber unterhalb der Oberfläche schon relativ weit ausgedehnt hat, vor allem an den Kauflächen der Backenzähne. Diese Art der Karies kann nur mit Hilfe von Röntgenaufnahmen festgestellt werden.

Halitosis

Mundgeruch, oft bedingt durch mangelhafte Mundpflege, tief zerstörte Zähne oder Entzündungsprozesse in der Mundhöhle. Mundgeruch kann aber auch durch mundferne Prozesse (Magen- und Darmkrankheiten, Bronchitis, Nieren- und Blasenleiden etc.) ausgelöst werden; dies ist allerdings selten. Bei häufigem oder starken Mundgeruch sollte der Zahnarzt konsultiert werden.

Homöopathie

Alternative Heilmethode, die mit Wirkstoffen auf Basis der Ähnlichkeitsregel (Ähnliches heilt Ähnliches) in potenzierter Form und kleinster Dosis arbeitet. Während homöopathischer Behandlung sollte auf starke Geschmacks- und Geruchsstoffe verzichtet werden, auch bei Zahnpasten. elmex mentholfrei Zahnpasta wurde entsprechend dieser Anforderungen mit Homöopathen zusammen entwickelt. Sie ist geruchs- und geschmacksarm sowie frei von ätherischen Ölen.

Hydroxylapatit

Wichtigster und mengenmäßig bedeutendster Bestandteil der Hartsubstanz von Knochen und Zähnen. Zahnschmelz besteht fast nie aus reinem Hydroxylapatit, sondern weist eingelagerte Fremdionen auf. Der Einbau von Fluorid stabilisiert die Apatitstruktur.

Individualprophylaxe

Individuelle Vorsorgemaßnahmen, die im Kindesalter die Gruppenprophylaxe ergänzen und im Erwachsenenalter – da hier keine Gruppenstrukturen wie Schule mehr existieren – vollständig ersetzen. Individualprophylaxe umfasst Maßnahmen wie professionelle Zahnreinigung, Fluoridierung, Karies-Risiko-Diagnostik und individuelle Beratung. In Gesetzlichen Krankenkassen mitversicherte Kinder haben im Alter von 6 – 17 Jahren Anspruch auf regelmäßige Individualprophylaktische Betreuung in der zahnärztlichen Praxis.

Initialkaries

Erstes Kariesstadium, bei dem nur Schäden unterhalb der Zahnschmelzoberfläche vorhanden sind. Äußere Anzeichen sind weißliche Flecken (Kreideflecke) auf dem Schmelz. Eine sichere Diagnose kann nur vom Zahnarzt und mit Röntgenaufnahmen erbracht werden. Initialkaries ist oft heilbar durch verbesserte Mundhygiene und regelmäßige Fluoridanwendung.

Interdental

Zwischen den Zähnen.

Interdentalraumreinigung

Gezielte Entfernung der bakteriellen Zahnbeläge zwischen den Zähnen; je nach Weite des Zwischenraums mit Zahnseide, Zahnhölzern, Zahnzwischenraumbürsten oder Floss.

Abb.: Interdentalraumreinigung

Abb.: Verwendung von Interdentalbürsten

Abb.: Verwendung der Zahnseide

 

Interdentalraumkaries 

Karies im Zahnzwischenraum. Wegen der erschwerten Reinigungsmöglichkeit der Zahnzwischenräume ist diese Form der Karies sehr häufig. Die regelmäßige Reinigung der Interdentalräume mit aminfluoridhaltigen Präparaten führt zur Ausbildung einer Schutzschicht, die vor Säureangriffen schützt.

Abb.: Zahnzwischenraumkaries Karies im Zahnzwischenraum tritt wegen der meist vernachlässigten Reinigung der Zahnzwischenräume sehr häufig auf.

 

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