Schmerzempfindliche Zahnhälse und Zähne sind bei der erwachsenen Bevölkerung ein zunehmendes Problem. Etwa jeder Vierte ist davon betroffen. Schmerzempfindliche Zähne, Zahnhalskaries und mechanische Abnutzung (Abrasion) durch zu harte Putzkörper in Zahnpasten stellen die wesentlichen Probleme bei freiliegenden Zahnhälsen dar. Liegen Zahnhälse frei, ist das Dentin nicht mehr vom Zahnfleisch bedeckt. Folgen sind schmerzhafte Reize und Zahnhalskaries, die ein besonderes Schutzsystem erfordern, das sanft und schonend reinigt und gleichzeitig das Schmerzempfinden unterbindet.




Abb.: Dentin
Dentin ist die Hauptmasse des
Zahns; umschließt das Zahnmark.
Im Bereich der Zahnkrone wird
das Dentin vom Zahnschmelz be-
deckt, im Wurzelbereich vom
Zement.
Abb.: Zahnhalskaries
Das Dentin im Bereich freiliegender
Zahnhälse hat keinen schützenden
Schmelzüberzug und ist besonders
anfällig für Wurzelkaries.
Abb.: Freiliegender Zahnhals
Abb.: Dentinkanälchen
Mechanischer Abrieb der Zahnhartsubstanz, nicht nur durch zu harte Putzkörper, sondern auch durch falsche Putztechnik, zu harte Zahnbürsten und zu starken Putzdruck. Eine Abrasion ist durch weiche Zahnbürsten sowie Zahnpasten mit geringem RDA-Wert (£ 30) vermeidbar.
Die Zahnpasta muss sanft und schonend reinigen und Aminfluorid enthalten, damit die freiliegenden Reizleiterkanälchen verschlossen werden. Ergänzt wird sie durch eine Zahnbürste mit X-Borsten für die schonende Reinigung bis in die Zahnzwischenräume sowie eine Zahnspülung mit Aminfluorid.
Feine Kanälchen in der Zahnsubstanz leiten äußere Reize wie warm, kalt, süß, sauer oder Berührungen an den Zahnnerv weiter, wenn Zahnhälse freiliegen.