Remineralisation primärer Wurzelkaries durch Aminfluoride

Neue Studie: Kombinierte Anwendung aminfluorid­hal­tiger Zahnspülung und Zahnpasta fördert die Reminera­li­sation primärer Wurzelkaries bei Risiko­patienten. Merk­­liche Senkung der Schmerzempfind­lichkeit.

Die tägliche kombinierte Anwendung von amin­fluorid­haltiger Zahnspülung und Zahnpasta bewirkt bei Risiko­patienten eine Remineralisation primärer Wurzel­karies. Außerdem fördert die kombi­nierte Anwendung dieser Produkte die Inaktivierung von Karies­läsionen. Zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgruppe um Professor Lars Petersson von der Universität Halmstad, Schweden, in einer aktuellen Studie. Die Wissenschaftler untersuchten den Grad der Remineralisation von Wurzelkaries-Läsionen bei 70 Probanden über einen Zeitraum von zwölf Monaten.

Die Testpersonen im Alter zwischen 55 und 81 Jahren, die mindestens zwei primäre Wurzelkaries-Läsionen aufwiesen, wurden randomisiert in zwei Gruppen zu je 35 Personen aufgeteilt. Zu Studienbeginn wurde der Mineralgehalt des Dentins mittels eines elektrischen Kariesmonitors (ECM) gemessen und der Grad der kariösen Schädigung über den unterschiedlichen elektrischen Widerstand in hart (nicht aktiv), lederartig oder weich (beide aktiv) klassifiziert. Die Probanden der Gruppe 1 putzten ihre Zähne im Studien­verlauf zweimal täglich mit elmex Sensitive Zahnpasta und spülten jeweils anschließend mit einer Zahnspülung dersel­ben Marke. Die Probanden der Gruppe 2 benutzten dieselbe Zahnpasta, spülten aber mit einer fluoridfreien Placebo-Mundspülung. Der elektrische Widerstand ausgewählter Läsionen wurde jeweils zu Studienbeginn sowie nach drei, sechs, neun und zwölf Monaten gemessen.

Nach zwölf Monaten war die Zahl der Kariesläsionen, deren Status sich von aktiv zu passiv gewandelt hatte, signifikant höher in der Gruppe, die elmex Sensitive Zahnpasta und Zahnspülung kombiniert verwendet hatten als in der Kon­troll­gruppe. Gleichzeitig war der elektrische Widerstand ausgewählter Läsionen, der Aufschluss über den Mineral­gehalt der Zahnhartsubstanz gibt, in dieser Gruppe statis­tisch signifikant höher. Darüber hinaus war die Schmerz­empfindlichkeit der Probanden von Gruppe eins nach zwölf Monaten um 56 Prozent zurückgegangen, während die Gruppe, die eine Placebo Mundspül-Lösung verwendet hatte, lediglich 20 Prozent weniger Schmerzen verspürte. 

„Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass Amin­fluoride die Einlagerung von Mineralien in die Zahnhartsub­stanz unterstützen und die Inaktivierung von Karies fördern“, so Bärbel Kiene von der elmex Forschung. Sie führt das gute Resultat dieser Untersuchung vor allem auf die spezifischen Eigen­schaften der Aminfluoride zurück: “Aminfluorid führt auf dem Dentin zur Bildung einer calciumfluoridhaltigen Deckschicht, die hilft, die Remineralisation zu fördern und die Dentin­kanälchen zu verschließen. Damit wird die Schmerzempfind­lichkeit verringert.“ Mit den elmex Sensitive Produkten zeig­ten sich nach Abschluss der Studie 82 Prozent der Anwen­der aus Versuchsgruppe 1 zufrieden.

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