Wenn Menschen an Mundtrockenheit leiden, gefährdet der Mangel an Speichel die Zähne. Ein Internet-Selbsttest soll helfen, Betroffenen Klarheit zu geben.
Viele Bundesbürger sind von Mundtrockenheit betroffen. Die häufigste Ursache: regelmäßige Medikamenten-Einnahme, die als Nebenwirkung die Leistung der Speicheldrüsen herabsetzen kann. Eine Vielzahl von Medikamenten ist für diese Nebenwirkung bekannt, darunter zum Beispiel einige Arzneimittel gegen Bluthochdruck, gegen Bronchitis und Asthma sowie Psychopharmaka. Auch verschiedene Allgemeinerkrankungen wie rheumatische Leiden, psychogene Störungen oder ein vermindertes Kauvermögen können zu einer Verminderung des Speichelflusses führen. Die Folgen sind unangenehm: Zunge, Mundschleimhaut und Lippen trocknen aus, können Risse bekommen und zu Entzündungen oder zu Blutungen neigen. Betroffene haben oft Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken. Zudem sind die Zähne gefährdet, da weniger Speichel zum Schutz des Zahnschmelzes vor Säureangriffen zur Verfügung steht.
Ein neuer Selbsttest im Internet soll helfen, den eigenen Zustand zu überprüfen. Betroffene können dort unter anderem Fragen nach ihrem Medikamentenkonsum, nach Problemen beim Kauen und Schlucken oder nach Schmerzen in der Mundhöhle beantworten. Am Ende bekommen Sie eine Auswertung sowie eine Empfehlung. „Mit verbesserter Mundhygiene lässt sich das Kariesrisiko eindämmen“, erklärt Dr. Andrea Engl von der elmex Forschung. Sinnvoll sei, jeden Abend nach dem Zähneputzen eine Zahnspülung mit Aminfluorid zu verwenden. Zudem sollte man ein Beratungsgespräch mit dem Zahnarzt vereinbaren. „Notwendig ist es auch, viel und regelmäßig zu trinken – am besten Wasser und ungesüßten Tee, der den Zähnen nicht schadet“, ergänzt die Expertin.
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