Einsatz von Mundspül-Lösungen in der Mundhygiene

Es ist allgemein anerkanntes Wissen, dass Karies, Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) auf die Anreicherung und die Vermehrung von Bakterien auf der Zahnoberfläche und am Zahnfleischsaum zurückzuführen sind.

Optimale Plaquekontrolle ist daher die zwingende Voraussetzung für die Erhaltung der Mundgesundheit. Die mechanische Mundhygiene, also die Verwendung von Zahnbürste und Zahnpasta, ist die Basis der täglichen Prophylaxebemühungen und wird von den Zahnärzten seit vielen Jahren mindestens zweimal täglich gefordert. Betrachtet man jedoch die Zahlen einer aktuellen Verbraucheranalyse (2003), so geben nur ca. 70 % der Befragten an, dass sie zweimal täglich ihre Zähne putzen. Dabei gilt auch zu berücksichtigen, dass die Häufigkeit oft nichts mit der Gründlichkeit des Zähneputzens zu tun hat. Bedenkt man dann, dass die durchschnittliche Putzdauer in Deutschland zwischen 40 – 60 Sekunden pro Tag beträgt, wird deutlich, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend sind für eine effektive Plaquekontrolle und Prophylaxe von Erkrankungen in der Mundhöhle. So haben z.B. mehr als 80% der Bevölkerung in Deutschland Zahnfleischprobleme. Untersuchungen zeigen jedoch, dass regelmäßiges richtiges Zähneputzen die Zahngesundheit fördert und auch der Gingivitisbefall zurückgeht. Gerade in Zusammenhang mit Gingivitispatienten oder Risikogruppen (z.B. Träger von Zahnspangen; Personen mit eingeschränkter Mundhygienefähigkeit) zeigt sich jedoch, dass die mechanischen Maßnahmen alleine nicht ausreichend sind. Mundspül-Lösungen mit geeigneten Wirkstoffen sind im Sinne einer chemischen Plaquekontrolle eine sinnvolle Ergänzung zur mechanischen Plaquekontrolle. Mundspül-Lösungen sollten prinzipiell nach dem Zähneputzen angewendet werden, so können sie positive Effekte der Zahnpasta verstärken und zur Prävention beitragen.

Abb.: Gingivitis (Zahnfleischentzündung) wird durch Stoffwechselprodukte von Plaquebakterien ausgelöst, die den Zahnfleischsaum besiedeln

 

 

Abb.: Paradontitis, entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates

 

 

 

Abb.: Karies im fortgeschrittenen Stadium

 

 

 

 

Anforderungen an eine Mundspül-Lösung


Von Substanzen oder Wirkstoffen zur chemischen Plaquekontrolle wird erwartet, dass sie gezielt in der Mundhöhle wirksam sind, ohne dabei Nebenwirkungen zu haben. Antibakteriell wirksame Substanzen können helfen, das Wachstum und den Stoffwechsel entzündungs-auslösender Bakterien in der Plaque zu unterdrücken oder die Bakterien sogar abzutöten, so dass keine Giftstoffe mehr produziert werden können. Die verwendeten Wirkstoffe dürfen jedoch nicht die im Allgemeinen positive und schützende Mikroflora in der Mundhöhle zerstören. Angestrebt wird bei der Verwendung von antibakteriell wirksamen Substanzen in Mundspül-Lösungen eine spezifische Wirkung gegen krankheitserregende Bakterien. Die verwendeten Substanzen müssen wirksam sein und ausreichend lange für eine antibakterielle Wirkung in der Mundhöhle verbleiben. Die Wirkstoffkombination Aminfluorid/Zinnfluorid (meridol® Mundspül-Lösung) besitzt eine lange Verweildauer und sehr gute plaquehemmen-de Wirkung. meridol® Mundspül-Lösung ist eine ideale Ergänzung zum täglichen Zähneputzen bei Zahnfleischproblemen und zum Schutz vor Gingivitis und Parodontitis.
Die konkrete Empfehlung eines Produkts zur chemischen Plaquekontrolle muss immer den beabsichtigten Zweck, die Anwendungsdauer und eventuelle Nebenwirkungen berücksichtigen und sollte individuell für jeden Patienten und seine spezifische Situation ausgesprochen werden.Sie ersetzen jedoch nicht die tägliche mechanische Mundhygiene, sondern sind eine ergänzende Maßnahme zu dieser und tragen zur Karies- und Gingivitisprävention mit bei.

Abb.: Verwendung von Mundspüllösung ohne Alkohol

 

 

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