Implantate geben Lebensqualität, Vitalität, eine positive Ausstrahlung und Kaukomfort. Um die Implantate langfristig zu erhalten, werden ein konsequentes Prophylaxeprogramm und die geeigneten Hilfsmittel zur richtigen Mundhygiene benötigt.
Moderne Zahnimplantate zeigen eine hohe Erfolgsrate. Warum treten dennoch in vier von zehn Fällen therapiebedürftige Probleme auf?
Die Anlagerung von Bakterien am Implantat verursacht zunächst eine Entzündung der Schleimhaut, eine Mukositis. Werden diese Bakterien nicht regelmäßig durch eine gute Mundhygiene entfernt, kann sich die Entzündung häufig unbemerkt in die Tiefe zu einer so genannten Periimplantitis ausdehnen. Bei einer Periimplantitis kommt es zum Abbau des Kieferknochens um das Implantat. Bei nicht rechtzeitig einsetzender Therapie führt dies zum Verlust des Implantates.
Der Patient trägt einen wichtigen Teil zum Erfolg seiner implantologischen Versorgung bei. Was sind die geeigneten Hilfsmittel zur richtigen Mundhygiene?
Die wichtigsten Entscheidungskriterien für die geeigneten Mundhygieneartikel sind die Patienten selbst, indem z. B. die motorischen Fähigkeiten und das Sehvermögen aber auch die Position der Implantate berücksichtigt werden. Zur Pflege der Implantate sollte grundsätzlich eine weiche Zahnbürste bevorzugt werden. Dabei ist die richtige Instruktion in der Zahnarztpraxis im Umgang mit der Zahnbürste wichtig. Weitere empfehlenswerte Hilfsmittel zur gründlichen Reinigung der Implantate sind die richtigen Interdentalbürsten und spezielle Floss-Zahnseide.
Wenn trotz aller Mundhygienemaßnahmen eine Periimplantitis festgestellt wird: Welche Schritte erfolgen dann?
Liegt eine Periimplantitis vor, müssen eine gründliche Reinigung der Implantate und Anweisungen in der richtigen Mundhygiene durch das Praxisteam erfolgen. Eventuell könnten chirurgische Maßnahmen notwendig werden. Neben der mechanischen Implantatreinigung in der Zahnarztpraxis ist kurzfristig eine Therapie mit Antiseptika und in manchen Fällen mit Antibiotika empfehlenswert. Chlorhexidinhaltige Lösungen sind das antiseptische Mittel der Wahl. Sie reduzieren deutlich die Plaque-Bakterien und hemmen effektiv die Neubildung von Plaque. Viele Chlorhexidin-Lösungen enthalten jedoch Alkohol und kommen damit für Alkoholrisikogruppen (z. B. Schwangere, „trockene“ Alkoholiker) nicht in Frage. Mit meridol® paro CHX 0,2 % steht eine Chlorhexidin-Lösung ohne Alkohol zur Verfügung.
Was kann der Patient noch tun, damit sein Implantat möglichst lange hält?
Bei der gründlichen häuslichen Reinigung und Pflege der Implantate sind z. B. Mundhygieneprodukte mit der antibakteriellen Wirkstoffkombination Aminfluorid/Zinnfluorid für die Langzeitanwendung besonders empfehlenswert. Regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt - denn Mukositis und Periimplantitis sind für den Patienten selbst schwer erkennbar - und professionelle Zahn-/Implantatreinigungen sind sehr wichtig. Diese tragen zur Früherkennung bei und können eine Periimplantitis verhindern.