Von Saftschorlen, Fruchtsalaten und Smoothies

Obst, Gemüse und Salate erfreuen sich großer Beliebtheit. Dies ist zu begrüßen, denn: Eine eher vegetarisch betonte Kostzusammenstellung entspricht den Empfehlungen von Ernährungswissenschaftlern*. Jedoch sind bei der vermeintlich gesunden Ernährung die Folgen für die Zahngesundheit nicht zu unterschätzen. Wer dabei nämlich häufig saure Lebensmittel und Getränke zu sich nimmt, hat ein erhöhtes Risiko für Zahnerosionen.

Zahnärzte beobachten den Abbau von Zahnschmelz, die so genannte Zahnerosion, besonders häufig bei ernährungs- und gesundheitsbewussten Patienten. Oftmals haben diese eine vorbildliche Mundhygiene und achten auf ihre Gesundheit. Für sie mag „5x am Tag Obst und Gemüse“ als Richtlinie für gesunde Ernährung selbstverständlich sein.

Viele Früchte enthalten aber Säuren, die Mineralien aus dem Zahnschmelz herauslösen und ihm so schaden. Deswegen empfehlen Ernährungswissenschaftler, auf den Tag verteilt höchstens 2x Obst und 3x Gemüse zu verzehren. Oder die tägliche Menge von 2 x 200 bis 250 Gramm Obst als Zugabe zu Müsli oder in Form von Fruchtsalat nach der Hauptmahlzeit zu essen. Der Apfel zwischendurch stellt aber kein Problem dar, da beim Kauen viel Speichel freigesetzt wird, der die schädlichen Säuren schnell neutralisiert.

Problematischer ist der Konsum von Säften und Früchtepürees, den so genannten Smoothies. Sie enthalten nicht nur Säuren wie Apfel- oder Zitronensäure, sondern auch Fruchtzucker, der ebenso kariesfördernd ist wie ganz gewöhnlicher Haushaltszucker. Der pH-Wert dieser Getränke liegt im stark sauren Bereich. Ohne Zusatz von Kalzium besteht bei regelmäßigem Verzehr daher ein erhöhtes Risiko für Zahnschmelz-Abbau. Dies kann abgemildert werden durch die Kombination z.B. mit Joghurt oder Milch.

Aus ernährungswissenschaftlicher und zahnmedizinischer Sicht ist Wasser der optimale Durstlöscher. Wer dennoch nicht auf die spritzige Apfelsaftschorle verzichten will, dem sei ein Mischungsverhältnis von einem Teil Saft zu drei Teilen Wasser angeraten. Der Konsum von Erfrischungsgetränken wie Eistee, Cola, Limonaden und isotonischen Sportgetränken sollte auf ein Minimum reduziert werden. Außerdem brauchen die Zähne längere Pausen zwischendurch. Denn nichts ist für den Zahnschmelz schädlicher als der ständige Kontakt mit Zucker und Säure.

Bei erhöhtem Risiko für Zahnschmelz-Abbau sollten die Zähne mit speziellen Zahnpflege-Produkten geschützt werden. Die elmex EROSIONSSCHUTZ Zahnspülung und die neue elmex EROSIONSSCHUTZ Zahnpasta mit ChitoActive Technologie bilden eine schützende Schicht auf dem Zahnschmelz und machen ihn so widerstandsfähiger gegen wiederholte Säureattacken. Darüber hinaus schützt die neue Zahnpasta vor dem Abbau von aufgeweichtem Zahnschmelz durch Zähneputzen.

Wichtig: Nur der Zahnarzt kann eine korrekte Diagnose stellen. Regelmäßige Zahnarztbesuche sind deswegen unerlässlich.

Um Ihre Zähne vor Zahnschmelz-Abbau zu schützen, sollten Sie:

  • Ihre Diät mit Speisen und Getränken ergänzen, die viel Kalzium oder Phosphate enthalten (z. B. Milch und Käse);
  • säurehaltige Getränke möglichst zu den Mahlzeiten einnehmen, statt zwischendurch;
  • säurehaltige Getränke nicht in kleinen Schlücken einnehmen oder lange im Mund behalten;
  • säurehaltige Speisen und Getränke nicht zu häufig konsumieren;
  • ausreichende Mengen zuckerfreier, säurearmer Flüssigkeiten zu sich nehmen;
  • den Speichelfluss anregen (z. B. durch zuckerfreie Kaugummis);
  • eine weiche Zahnbürste benutzen und zu viel Druck beim Zähneputzen vermeiden.

*Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

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